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Freunde von Capaz

Herzlich Willkommen
bei Capaz, der Jugendleiterausbildung in Peru.

Capaz bedeutet   fähig - befähigt - begabt.

Zur Zeit sind wir am Aufbau der Schule in Juanjui, einer Kleinstadt im peruanischen Urwald.

Salon de Cacao y Chocolate - Teil 1

Die Regionale Regierung (in der Schweiz wäre das die Kantonsregierung) versucht die Wirtschaft hier in der Region anzukurbeln. Dazu sponsert sie Kleinunternehmen wen sie an Ausstellungen gehen um ihre Produckte zu präsentieren. So waren auch wir unter den 12 auserlesenen Unternehmern die an den Salon de Cacao y Chocolate eingeladen wurden. Anstelle von 3500.- Soles bezahlten wir nur den ermässigten Preis von 1000.- Soles. Wir freuten uns auf ein gutes Schokoladen verkaufen den die Fotos und Pläne des Stand waren sehr ansprechend und entsprach einem Schweizer Messestand. Doch wir wären ja nicht in Peru wenn es so kommt wie abgemacht und geplant.

 

Seit mehreren Jahren hatte ich, Andreas, in der Woche vor der Messe eine zünftige Grippe eingefangen. Natürlich gab ich mir alle mühe wieder gesund zu werden, mit heissen Tees, Neocitran und alles was so dazu gehört. Aber eben mit dem Gesund werden hat es so auf sich. Es geht eben nicht nach unsern Wünschen.

Am Dienstag 4. Beluden wir unser Auto aber wir kamen erst am spätern morgen von zuhause weg. Es ist als würden es die Leute riechen das wir weg wollen, so war am Morgen noch ein kommen und gehen, jeder wollte noch etwas. Bis wir uns entschlossen erst nach dem Mittagessen loszufahren so das die Kinder das Mitagsschläfli im Auto machen können.

Wir reisten über Tocache nach Tingo Maria ohne nennenswerte Zwischenfälle. Doch dann kam der Pass zwischen Tingo und Huanuco. Es war abend kurz nach sieben als wir in Tingo losfuhren, die Zeit in der auch alle Busse nach Lima abfahren und so hatten wir 5 Busse vor uns die wir aber alle bis auf einen zügig überholt hatten. Der letzte fuhr immer in der Strassenmitte und so war ein überhohlen unmöglich. Endlich in einer sehr breit ausgebauten Kurve war ein überhohlen möglich und Isabelle setzte an. Da die Kurve gegen den Hang verlief war sie übersichtlich und das Manöver gelang.

Da geschah das unerwartete. Ausgangs Kurve stellte der Motor ab. Er holperte und stotterte kurz zwei drei mal und dann war alles Tod. Kein Vorwärtskommen, kein Strom und kein Licht. Da Standen wir mitten auf der Strasse im dunkeln ohne Licht, nicht einmal der Pannenblinker tat mehr.

Wir schnappten unsere Handys und mit den kleinen Taschenlampen machten wir auf uns aufmerksam, es waren ja noch 6 Busse in anfahrt und Gegenverkehr hatte es auch. Als ich zur Motorhaube kam war bereits eine leichte Rauchentwicklung sichtbar.

„nur kein Motorenbrand“ dachte ich. Und versuchte so schnell wie möglich die Haube zu öffnen. Doch da sah ich das es nicht der Motor war sondern die Batterie. Erleichtert und zugleicht besorgt: „wie kommen wir hier wieder weg ohne Batterie 1 Stunde vom nächsten Dorf entfernt“ suchte ich nach der Ursache. Zum glück hatte ich den Kurzschluss der alles lahmlegte und durch die Hitzeentwicklung den Plastik zum schmelzen brachte, schnell gefunden.

Die Halterung der Batterie hatte sich gelöst. In der Kurve muss die Batterie so verrucht sein das der Halterungsbügel (ist am Auto Geerdet) den Pluspol der Batterie berührte. Listo, da war der Fehler.

Ich schob alles wieder an seinen Ort und kontrollierte das es kein Kurzschluss mehr hatte und dann kam der kurze Moment der Ungewissheit. Hat die Batterie noch genügend Strom oder hat sie sich „cruzada“ (dem sagen wir wenn sich durch den Kurzschuss die Bleiplatten verbiegen und gegenseitig berühren, dann entlädt sich die Batterie in kürze und ist kaputt).

Ich drehte den Zündschlüssel und ...

... der Motor sprang wieder an. Ich fuhr sehr sorgfältg bis zur nächsten Pannenbuchse und dort befestigte ich die Batterie mit einem Seil und schraubte den defekten Bügel ganz ab.

So geflickt kamen wir problemlos bis Huanco wo wir übernachteten und am Folgetag ging es über Canta bis nach Lima.